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Content Marketing – So nutzten Sie Newsletter für das Content Seeding

1. März 2019

Content-Seeding per E-Mail
Gastautor Philipp Schütte

Philipp Schütte von contenbird.io

Content is king, Distribution is queen – Eine Weisheit, die durch den allgegenwärtigen Content-Schock in trauter Regelmäßigkeit zitiert wird. Immer mehr Publisher buhlen mit mehr oder weniger gutem Content um die Gunst der Leser. Und als wäre es so schon nicht schwer genug: Die eigenen Blog-Beiträge an die Menschen zu bringen vereint Google jüngsten Statistiken zu Folge immer mehr Traffic auf sich. Umso wichtiger ist es daher, alternative Seeding-Kanäle neben dem organischen Google-Traffic aufzuspüren.

Wer jetzt direkt an Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter oder LinkedIn denkt, unterschätzt ein klassisches Marketing-Instrument: die E-Mail. Dass die Generierung von zusätzlichem Website-/Blog-Traffic via Newsletter funktionieren kann, bestätigte kürzlich Reik Wetzig, Head of Marketing des Software-Anbieters contentbird.

„Wir bei contentbird sehen E-Mail Marketing als sehr effizienten Teil des Content-Marketing-Mixes. Das Hauptaugenmerk unserer Redaktion liegt in der Steigerung von Traffic auf und Conversion innerhalb unserer Blog-Inhalte. Durch das gezielte Seeding unseres Contents via Mail konnten wir bei einer Kontakt-Basis von 50.000 Empfängern immerhin 500 neue User auf unsere Blogposts lotsen.“

Im heutigen Beitrag zeigt Ihnen Philippp Schütte von contentbird, wie Sie Newsletter gezielt für Ihr Content Seeding einsetzen können. Wenden Sie dafür einfach die folgenden Schritte an.

In 3 Schritten zum idealen Distribution-Workflow

Schritt 1: Entwickeln Sie eine Strategie

Wie bei rein werblichen E-Mail-Kampagnen (Sonderangebote, Rabatt-Codes) erfordert das Aufsetzen einer Content-Seeding-Kampagne eine durchdachte Strategie. Demnach orientiert sich jede E-Mail-Kampagne an den gängigen Fragen:

  • Welche Zielgruppe möchten Sie ansprechen?
  • Welche Inhalte eignen sich für die ausgewählte Zielgruppe?
  • Welche Medien eignen sich für die ausgewählte Zielgruppe?

Erst wenn Sie diese drei Fragen beantwortet haben, wird es Zeit für Schritt 2.

Schritt 2: Gestalten Sie ein Mail-Template

Basierend auf den Antworten aus Schritt 1 sollte im zweiten Schritt ein individuelles und ebenso ausdrucksstarkes Mail-Template erstellt werden. Die Gestaltung eines solchen Templates birgt vielerlei Tücken. Folgende Punkte sollten Sie daher doppelt und dreifach berücksichtigen.

Betreffzeile

Eine Betreffzeile ist nur gut, wenn sie betroffen macht. Schafft sie das nicht, wird sich ein potenzieller Leser nicht angesprochen fühlen und die mühsam gestaltete Mail sehr wahrscheinlich nicht öffnen. Ein gutes Beispiel für einen klickstarken Titel liefert der Newsletter von SEO-Experte Björn Tantau: Das Geniale an diesem Betreff ist, dass er auf einen exklusiven Inhalt schließen lässt, für den der Empfänger der Mail quasi auserwählt wurde. Allerdings sollten Sie bei einem solchen Vorgehen darauf achten, dass Sie nichts versprechen, was Sie nicht halten können. Stimmt der Inhalt Ihrer Mail bzw. der Inhalt Ihrer hinterlegten Blog-Links nicht mit der Betreffzeile überein, könnte sich der Empfänger dieser Mail getäuscht fühlen. Ist das der Fall, liest der User vielleicht Ihren Text, ob er jedoch auch zu einem Kunden konvertiert, ist mehr als fraglich. Mal abgesehen vom negativen Effekt auf ihre Reputation als Content-Publisher.

Sprachstil

Auch hier gilt: Der Empfänger muss sich angesprochen fühlen. Dies erreichen Sie am besten, indem Sie sich direkt an ihn wenden und seinen Namen nennen. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass Ihre Leser beim Lesen der Mail nicht die Lust verlieren. Wie bei einem Blog-Beitrag auch, handelt es sich bei E-Mails um Content. Und dieser muss den Leser gleichermaßen informieren, beraten und: unterhalten. Björn Tantau hat dies erkannt und setzt bei der Konzeption seiner Mails neben der direkten Ansprache gezielt Storytelling-Elemente ein: Die Mail schildert die Folgen eines völlig normalen Google-Updates, ist jedoch spannender geschrieben als so mancher Thriller. Und genau darin liegt die Herausforderung: Übertragen Sie die Qualität Ihres Blog-Contents auf die Qualität ihrer E-Mail-Texte. Ihre Leser werden es Ihnen danken.

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CTA (Call-To-Action)

Während CTA’s (Handlungsaufforderungen) vor allem zur Bewerbung von Rabatt-Aktionen eingesetzt werden, können diese auch den eigenen Website-Content bewerben. Der Text für die CTA (z.B. Bilde dich hier weiter!) sollte dabei bevorzugt in Form eines Buttons hervorgehoben werden. Farblich sollten sich diese immer an den Farben der eigenen Corporate Identity orientieren, damit ein einheitlicher Eindruck von Ihrem Unternehmen im Kopf des Lesers zurückbleibt. Gleichzeitig wird dadurch auch das Branding gestärkt.

Beispiel-Content_Seeding2

Schritt 3: Finden Sie den richtigen Versandzeitpunkt

Das Finden des idealen Versandzeitpunkts hängt von zahlreichen Faktoren ab, die einen eigenen Beitrag erforderlich machen würden. Grundsätzlich gilt aber: Befinden sich Leser zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Ihrem Blog, ist es sinnvoll, diese Informationen zu tracken und sie in die Berechnung des Versand-Zeitpunkts mit einzubeziehen. Nutzen Sie Software (z.B. Google Analytics), um in Erfahrung zu bringen, wann Ihre Leser am aktivsten sind und richten Sie ihre Content-Seeding-Kampagne daran aus.

Fazit

Wer nach einem alternativen Seeding-Kanal sucht, erschließt durch die Distribution via Newsletter einen bislang unterschätzten Kanal. Um jedoch maximal gut performen zu können, müssen nicht nur strategische Fragen (Welche Zielgruppe möchte ich ansprechen?) beantwortet werden. Vielmehr muss die Gestaltung eines geeigneten Templates priorisiert werden, das den User fesselt und zum Klicken anregt. Dabei sollte vor allem auf eine aussagekräftige Betreffzeile und einen angemessenen Sprachstil geachtet werden.

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